Heizlüfter Stromverbrauch: Was kostet ein Heizlüfter pro Stunde?

Elektrischer Heizlüfter, Symbolbild für Stromverbrauch und Kosten eines Heizlüfters

Das Bad ist morgens kalt, im Homeoffice frieren die Füße, die Heizung im Gästezimmer kommt nicht hinterher: Ein Heizlüfter macht in wenigen Minuten warm. Aber er gehört zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Hier siehst Du, was ein Heizlüfter pro Stunde, Tag und Monat kostet, wie er im Vergleich zur Heizung abschneidet und wann er sich trotzdem lohnt.

Zur Kostentabelle

Wie viel Strom verbraucht ein Heizlüfter?

Die kurze Antwort: sehr viel. Ein typischer Heizlüfter hat auf voller Stufe 2.000 Watt. Er verbraucht also in einer Stunde 2 Kilowattstunden Strom und kostet Dich dabei rund 74 Cent. Läuft er jeden Tag drei Stunden, kommen im Monat schnell über 60 € zusammen. Zum Vergleich: Ein Kühlschrank braucht für die gleiche Strommenge mehrere Tage.

So rechnen wir: Als Strompreis setzen wir 37 Cent pro Kilowattstunde an, den Durchschnittspreis für Haushalte 2026 laut BDEW (mehr dazu in unserem Ratgeber Strompreiszusammensetzung). Deinen eigenen Arbeitspreis findest Du auf Deiner Stromrechnung. Die Leistung Deines Heizlüfters steht auf dem Typenschild, meist auf der Unter- oder Rückseite des Geräts.

Heizlüfter: Stromverbrauch und Kosten im Überblick

Die meisten Heizlüfter haben zwei Stufen, zum Beispiel 1.000 und 2.000 Watt. Die Tabelle zeigt, was die üblichen Leistungen pro Stunde kosten und was zusammenkommt, wenn das Gerät jeden Tag drei Stunden läuft.

HeizlüfterLeistungKosten pro Stundepro Tag (3 h)pro Monat (3 h täglich)
Mini-Heizlüfter für den Schreibtisch500 W0,19 €0,56 €16,65 €
Kleine Stufe1.000 W0,37 €1,11 €33,30 €
Eco-Stufe größerer Geräte1.200 W0,44 €1,33 €39,96 €
Standard-Heizlüfter, volle Stufe2.000 W0,74 €2,22 €66,60 €
Starker Heizlüfter, volle Stufe2.400 W0,89 €2,66 €79,92 €

Annahme: 37 Cent pro kWh, Monat mit 30 Tagen, Gerät läuft durchgehend auf der angegebenen Leistung. Eigene Berechnung.

Hat Dein Heizlüfter ein Thermostat, schaltet er ab, sobald der Raum die eingestellte Temperatur erreicht. Dann liegen die Kosten etwas niedriger. In einem kalten, schlecht gedämmten Raum läuft er aber oft fast ohne Pause.

So berechnest Du die Stromkosten Deines Heizlüfters

Du brauchst drei Angaben: die Leistung in Watt, die Laufzeit und Deinen Strompreis.

Watt × Stunden ÷ 1.000 = Verbrauch in kWh

Verbrauch in kWh × Strompreis = Stromkosten

Durch 1.000 teilst Du, weil aus Wattstunden Kilowattstunden werden. Ein Beispiel aus dem Bad:

Rechenbeispiel: Du heizt das Bad jeden Morgen 15 Minuten mit 2.000 Watt vor. Das sind 2.000 × 0,25 ÷ 1.000 = 0,5 kWh am Tag oder gut 18 Cent. Im Monat kommst Du auf 15 kWh und 5,55 €, von Oktober bis März auf rund 90 kWh und 33,30 €.

Wenn Du nicht selbst rechnen willst: In unserem Geräte-Stromkostenrechner gibst Du Watt und Nutzungsdauer ein und siehst sofort die Kosten.

Rechenbeispiele: Was der Heizlüfter im Winter kostet

Wie teuer ein Heizlüfter wird, hängt fast nur davon ab, wie lange er läuft. Fünf typische Situationen, jeweils für eine Heizsaison:

EinsatzVerbrauchKosten pro Saison
Bad morgens vorheizen (2.000 W, 15 Min. täglich, 180 Tage)90 kWh33,30 €
Füße wärmen im Homeoffice (500 W, 4 Std., 100 Arbeitstage)200 kWh74,00 €
Gästezimmer am Wochenende (2.000 W, 4 Std., 20 Tage)160 kWh59,20 €
Hobbyraum oder Werkstatt (2.000 W, 3 Std., 60 Tage)360 kWh133,20 €
Zimmer dauerhaft beheizen (2.000 W, 6 Std., 150 Tage)1.800 kWh666,00 €

Annahme: 37 Cent pro kWh, Gerät läuft durchgehend. Eigene Berechnung.

Kurz und gezielt eingesetzt bleibt der Heizlüfter bezahlbar. Wer aber ein Zimmer den ganzen Winter damit heizt, verbraucht so viel Strom, wie ein Single-Haushalt sonst im ganzen Jahr braucht, und zahlt mehrere hundert Euro extra.

Heizlüfter oder Heizung: Was ist günstiger?

Ein Heizlüfter wandelt Strom vollständig in Wärme um. Das klingt effizient, ist aber teuer: Laut Verbraucherzentrale braucht eine elektrische Direktheizung für jede Kilowattstunde Wärme eine Kilowattstunde Strom. Das gilt für Heizlüfter genauso wie für Ölradiatoren, Konvektoren und Infrarotheizungen. Und Strom kostet pro Kilowattstunde ungefähr dreimal so viel wie Gas.

HeizungEnergiepreisKosten pro kWh Wärme
Heizlüfter, Ölradiator, Infrarotheizung37 ct/kWh Stromca. 37 ct
Gasheizung (Wirkungsgrad ca. 90 %)ca. 12 ct/kWh Gasca. 13 ct
Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl 3)37 ct/kWh Stromca. 12 ct

Richtwerte. Gaspreis: Durchschnitt für Haushalte 2026 laut BDEW-Gaspreisanalyse. Bei der Wärmepumpe mit normalem Haushaltsstrom, mit einem Wärmepumpentarif ist es günstiger. Eigene Berechnung.

Rechenbeispiel: Du heizt einen Raum zwei Stunden mit 2.000 Watt, das sind 4 kWh Wärme. Mit dem Heizlüfter kostet das 1,48 €. Die gleiche Wärme aus der Gasheizung kostet rund 52 Cent. Den Raum über die Zentralheizung zu wärmen, ist also fast dreimal so günstig.

Wie Du die Kosten Deiner Gasheizung weiter senkst, erklären wir auf unserer Schwesterseite im Ratgeber Heizkosten mit Gas senken.

Übrigens: Auch Keramik- oder PTC-Heizlüfter sind nicht sparsamer. Sie regeln die Leistung anders und riechen weniger nach verbranntem Staub, aber aus einer Kilowattstunde Strom wird auch bei ihnen nur eine Kilowattstunde Wärme. Gleiches gilt für Ölradiatoren und Infrarotheizungen. Sie geben die Wärme nur anders ab: Der Ölradiator speichert sie und gibt sie langsam an den Raum ab, die Infrarotheizung wärmt vor allem Körper und Wände, auf die sie strahlt.

Wann sich ein Heizlüfter trotzdem lohnt

Ein Heizlüfter ist keine Heizung, sondern ein Gerät für kurze Einsätze. Dafür ist er sogar sinnvoll, denn er wird schnell warm und Du heizt nur genau dort, wo Du gerade bist. Gut geeignet ist er zum Beispiel, wenn Du:

  • morgens für ein paar Minuten das Bad vorwärmen willst,
  • in der Übergangszeit an einzelnen kühlen Tagen die Zentralheizung noch nicht anwerfen möchtest,
  • einen selten genutzten Raum kurz wärmen willst, etwa einen Hobbyraum,
  • ein paar Tage überbrücken musst, bis die defekte Heizung repariert ist.

Als Dauerlösung für ein ganzes Zimmer oder die Wohnung ist er dagegen die teuerste Art zu heizen.

Heizlüfter: 7 Tipps zum Sparen und für mehr Sicherheit

1

Nur kurz und gezielt heizen

Schalte den Heizlüfter nur ein, solange Du im Raum bist, und stell ihn so auf, dass er Dich direkt erreicht. Einen ganzen kalten Raum aufzuheizen, dauert lange und kostet viel. Die Füße unter dem Schreibtisch zu wärmen, geht mit einem kleinen Gerät schnell und günstig.

2

Thermostat nutzen

Mit Thermostat hört der Heizlüfter auf zu heizen, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist. Ohne Thermostat läuft er durch, bis Du ihn ausschaltest, und der Raum wird oft wärmer als nötig.

Rechenbeispiel: Läuft ein 2.000-Watt-Gerät dank Thermostat statt vier nur zweieinhalb Stunden auf voller Leistung, sparst Du 3 kWh am Tag. Das sind 1,11 € pro Tag oder rund 33 € im Monat.
3

Timer oder Zeitschaltuhr verwenden

Viele Geräte haben einen eingebauten Timer, sonst hilft eine Zeitschaltuhr. So wärmt der Heizlüfter das Bad schon vor, bevor Du aufstehst, und schaltet sich danach von selbst ab. Ein vergessener Heizlüfter, der zwei Stunden zu lang läuft, kostet Dich jedes Mal knapp 1,50 €.

4

Türen schließen

Heize nur einen kleinen, geschlossenen Raum. Bei offener Tür wandert die warme Luft in den Flur, und der Heizlüfter läuft und läuft. Kippe in dieser Zeit auch keine Fenster an.

5

Zuerst die Heizung prüfen

Wird ein Raum mit der Zentralheizung nicht richtig warm, liegt das oft an einem Heizkörper, der Luft gezogen hat oder von Möbeln und Vorhängen verdeckt ist. Entlüften und freiräumen kostet nichts und ist auf Dauer viel günstiger als jeder Heizlüfter. Weitere Spartipps findest Du in unserem Ratgeber Strom sparen im Haushalt.

6

Verbrauch messen

Wie viel Dein Gerät wirklich verbraucht, zeigt ein Strommessgerät für die Steckdose. Du steckst es zwischen Steckdose und Heizlüfter und liest nach einer Woche ab, wie viele Kilowattstunden zusammengekommen sind. Solche Messgeräte kannst Du bei vielen Verbraucherzentralen und Stadtwerken auch ausleihen.

7

Auf Sicherheit achten

Ein Heizlüfter zieht über lange Zeit viel Strom. Steck ihn deshalb direkt in eine Wandsteckdose und nicht in eine Mehrfachsteckdose oder Kabeltrommel. Halte Abstand zu Vorhängen, Möbeln und Wäsche und lass das Gerät nie unbeaufsichtigt oder über Nacht laufen. Achte beim Kauf auf Überhitzungs- und Kippschutz sowie das GS-Zeichen. Im Bad darfst Du nur Geräte verwenden, die der Hersteller ausdrücklich dafür freigibt (Spritzwasserschutz), und mit Abstand zu Wanne und Dusche.

Checkliste: Heizlüfter sparsam und sicher nutzen

Leistung auf dem Typenschild nachsehen und Kosten pro Stunde ausrechnen
Nur kurz und nur im Raum einsetzen, in dem Du gerade bist
Gerät mit Thermostat und Timer wählen oder eine Zeitschaltuhr nutzen
Türen und Fenster beim Heizen geschlossen halten
Heizkörper entlüften und freiräumen, bevor Du zum Heizlüfter greifst
Direkt an die Wandsteckdose anschließen, keine Mehrfachsteckdose
Abstand zu Vorhängen und Möbeln halten, nie unbeaufsichtigt laufen lassen
Auf Überhitzungs- und Kippschutz sowie GS-Zeichen achten

Heizlüfter und Deine Stromrechnung

Nutzt Du den Heizlüfter regelmäßig, merkst Du das spätestens bei der Jahresabrechnung. Schon ein Hobbyraum, der im Winter öfter geheizt wird, bringt einige hundert Kilowattstunden zusätzlich. Dein Abschlag ist dafür meist nicht berechnet, dann droht eine Nachzahlung. Mit unserem Nachzahlungsrechner siehst Du anhand Deines Zählerstands, ob Du auf Kurs bist. Wenn nicht, lohnt es sich, den Abschlag rechtzeitig zu erhöhen.

Der größere Hebel: Dein Preis pro Kilowattstunde

Gerade wer viel Strom verbraucht, spürt jeden Cent beim Arbeitspreis. Bist Du noch in der Grundversorgung, zahlst Du meist deutlich mehr als in einem frei gewählten Tarif. Wie ein Wechsel abläuft, erklärt unser Ratgeber Stromanbieter wechseln.

Prüfe, ob Du zu viel pro kWh zahlst

Gib Deine Postleitzahl und Deinen Verbrauch ein und vergleiche die Tarife für Deine Adresse.

Zum Vergleichsrechner

* Bei einem Abschluss über unseren Rechner erhalten wir eine Provision. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. So arbeiten wir

Häufige Fragen zum Stromverbrauch von Heizlüftern

Wie viel Strom verbraucht ein Heizlüfter pro Stunde?
So viel, wie seine Leistung angibt: Ein Gerät mit 2.000 Watt verbraucht auf voller Stufe 2 kWh pro Stunde. Bei 37 Cent pro kWh sind das 74 Cent. Auf der kleinen Stufe mit 1.000 Watt ist es die Hälfte.
Was kostet ein Heizlüfter im Monat?
Das hängt von der Laufzeit ab. Ein 2.000-Watt-Heizlüfter, der jeden Tag drei Stunden läuft, kostet rund 67 € im Monat. Nutzt Du ihn nur morgens 15 Minuten im Bad, sind es etwa 5,50 €.
Ist ein Heizlüfter günstiger als die Heizung?
Nein. Eine Kilowattstunde Wärme kostet mit dem Heizlüfter rund 37 Cent, mit einer Gasheizung etwa 13 Cent. Ein Heizlüfter lohnt sich nur für kurze Einsätze in einem einzelnen Raum, nicht als Ersatz für die Heizung.
Sind Keramik-Heizlüfter sparsamer?
Nicht beim Stromverbrauch. Keramik- oder PTC-Heizlüfter riechen weniger und regeln ihre Leistung anders, aber auch sie machen aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Entscheidend sind Leistung und Laufzeit.
Was ist besser: Heizlüfter oder Ölradiator?
Beim Verbrauch pro Kilowattstunde Wärme gibt es keinen Unterschied. Der Heizlüfter wärmt schneller und eignet sich für kurze Einsätze, etwa im Bad. Der Ölradiator braucht länger, gibt die Wärme dafür gleichmäßiger und leise ab und hält sie nach dem Ausschalten noch eine Weile.
Darf ich einen Heizlüfter an eine Mehrfachsteckdose anschließen?
Das solltest Du vermeiden. Ein Heizlüfter zieht über lange Zeit eine hohe Leistung. Mehrfachsteckdosen und Kabeltrommeln können dabei heiß werden, besonders wenn noch andere Geräte daran hängen oder die Kabeltrommel nicht abgerollt ist. Steck den Heizlüfter deshalb direkt in eine Wandsteckdose.

Quellen: Verbraucherzentrale, Hinweise zu Stromdirektheizungen; co2online, Heizlüfter-Ratgeber; BDEW-Strompreisanalyse 2026; BDEW-Gaspreisanalyse 2026. Rechenbeispiele: eigene Berechnung, Stand Oktober 2026.

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