Droht Dir eine Nachzahlung oder bekommst Du Geld zurück? Gib Deinen Zählerstand von heute und den aus der letzten Jahresabrechnung ein. Der Rechner berücksichtigt, dass Haushalte im Winter mehr Strom verbrauchen als im Sommer, und zeigt Dir, welcher Abschlag wirklich passt.
Strom-Nachzahlungsrechner
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Warum eine einfache Hochrechnung oft danebenliegt
Viele Rechner teilen Deinen bisherigen Verbrauch durch die Zahl der Tage und rechnen ihn auf ein Jahr hoch. Das ist bequem, aber ungenau: Im Winter brennt länger Licht, Du bist mehr zu Hause, und viele Geräte laufen öfter. Im Sommer ist der Verbrauch deutlich niedriger. Liest Du im Herbst ab, unterschätzt die einfache Rechnung Deinen Jahresverbrauch, weil der verbrauchsstarke Winter noch fehlt. Liest Du im Frühjahr ab, überschätzt sie ihn.
Unser Rechner nutzt deshalb das Standardlastprofil für Haushalte. Mit diesem Profil schätzen auch Netzbetreiber und Stromanbieter den Verbrauch von Haushalten ohne Smart Meter. Es beschreibt, welcher Anteil des Jahresverbrauchs typischerweise auf jeden Monat entfällt:
Anteil am Jahresverbrauch in Prozent je Monat. Quelle: BDEW-Standardlastprofil H25 für Haushalte, eigene Auswertung der Monatssummen für 2025.
Januar und Dezember machen jeweils rund 10 Prozent des Jahresverbrauchs aus, der Juni nur gut 7 Prozent. Der Rechner ermittelt, welcher Anteil auf Deinen Ablesezeitraum entfällt, und rechnet Deinen Verbrauch damit auf das ganze Jahr hoch.
Rechenbeispiel
Deine letzte Abrechnung endete am 1. Januar mit einem Zählerstand von 10.000 kWh. Am 1. Oktober liest Du 12.400 kWh ab. Dein Tarif kostet 37 Cent pro kWh plus 12 € Grundpreis im Monat, und Du zahlst 105 € Abschlag.
| Verbrauch vom 1. Januar bis 1. Oktober | 2.400 kWh |
| Anteil dieses Zeitraums laut Lastprofil | 72,9 % |
| Hochgerechneter Jahresverbrauch | 3.294 kWh |
| Einfache Hochrechnung nach Tagen | 3.209 kWh |
| Jahreskosten (3.294 kWh × 37 ct + 12 × 12 €) | 1.362,90 € |
| Gezahlte Abschläge (12 × 105 €) | 1.260,00 € |
| Voraussichtliche Nachzahlung | 102,90 € |
Die einfache Hochrechnung hätte rund 85 kWh weniger ergeben und die Nachzahlung um gut 30 € zu niedrig eingeschätzt. Mit einem Abschlag von 114 € pro Monat würde es aufgehen.
Nachzahlung in Sicht: Das kannst Du tun
Abschlag jetzt erhöhen
Die meisten Anbieter lassen Dich den Abschlag im Kundenportal selbst anpassen. Eine Erhöhung um ein paar Euro verteilt die Nachzahlung auf die restlichen Monate, statt Dich am Jahresende mit einem großen Betrag zu treffen.
Zählerstand melden
Teile Deinem Anbieter den aktuellen Zählerstand mit, am besten mit Foto. Dann rechnet er mit echten Werten statt mit einer Schätzung. Wie das geht, steht im Lexikon unter Zählerstand ablesen.
Verbrauch senken
Oft stecken einzelne Geräte hinter dem Mehrverbrauch. Unser Ratgeber Strom sparen im Haushalt zeigt die wirksamsten Hebel, und mit dem Geräte-Stromkostenrechner findest Du heraus, was einzelne Geräte kosten.
Tarif prüfen
Ist Dein Arbeitspreis hoch oder bist Du noch in der Grundversorgung, kann ein Wechsel die Kosten für den Rest des Jahres senken. Bei einer Preiserhöhung hast Du ein Sonderkündigungsrecht.
Zahlst Du zu viel pro Kilowattstunde?
Vergleiche Deinen Tarif mit den Angeboten für Deine Adresse. Den hochgerechneten Jahresverbrauch aus dem Rechner kannst Du direkt übernehmen.
Zum Vergleichsrechner* Bei einem Abschluss über unseren Rechner erhalten wir eine Provision. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. So arbeiten wir
Wann die Prognose ungenau sein kann
Das Lastprofil beschreibt einen durchschnittlichen Haushalt. Bei Dir kann es Abweichungen geben:
Je länger Dein Ablesezeitraum ist, desto genauer wird das Ergebnis. Ab etwa drei Monaten ist die Prognose meist schon gut brauchbar.
Häufige Fragen zum Nachzahlungsrechner
Woher bekomme ich den alten Zählerstand?
Wie genau ist die Berechnung?
Was ist ein Standardlastprofil?
Kann ich meinen Abschlag selbst ändern?
Was tun, wenn die Nachzahlung sehr hoch ist?
Werden meine Eingaben gespeichert?
Grundlage: BDEW-Standardlastprofil H25 (Haushalte), Monatsanteile aus dem dynamisierten Profil für 2025. Rechenbeispiel: eigene Berechnung, Stand Oktober 2026.
