Nachzahlungsrechner Strom: Nachzahlung vorab berechnen

Droht Dir eine Nachzahlung oder bekommst Du Geld zurück? Gib Deinen Zählerstand von heute und den aus der letzten Jahresabrechnung ein. Der Rechner berücksichtigt, dass Haushalte im Winter mehr Strom verbrauchen als im Sommer, und zeigt Dir, welcher Abschlag wirklich passt.

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Strom-Nachzahlungsrechner

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Deine Zählerstände
Ende des letzten Abrechnungszeitraums
Dein Tarif
Steht auf Rechnung oder Preisblatt
Meist 12, manche Anbieter 11

Warum eine einfache Hochrechnung oft danebenliegt

Viele Rechner teilen Deinen bisherigen Verbrauch durch die Zahl der Tage und rechnen ihn auf ein Jahr hoch. Das ist bequem, aber ungenau: Im Winter brennt länger Licht, Du bist mehr zu Hause, und viele Geräte laufen öfter. Im Sommer ist der Verbrauch deutlich niedriger. Liest Du im Herbst ab, unterschätzt die einfache Rechnung Deinen Jahresverbrauch, weil der verbrauchsstarke Winter noch fehlt. Liest Du im Frühjahr ab, überschätzt sie ihn.

Unser Rechner nutzt deshalb das Standardlastprofil für Haushalte. Mit diesem Profil schätzen auch Netzbetreiber und Stromanbieter den Verbrauch von Haushalten ohne Smart Meter. Es beschreibt, welcher Anteil des Jahresverbrauchs typischerweise auf jeden Monat entfällt:

10,1
Jan
8,75
Feb
8,8
Mär
8,19
Apr
7,79
Mai
7,2
Jun
7,42
Jul
7,36
Aug
7,25
Sep
8,34
Okt
8,8
Nov
10,01
Dez

Anteil am Jahresverbrauch in Prozent je Monat. Quelle: BDEW-Standardlastprofil H25 für Haushalte, eigene Auswertung der Monatssummen für 2025.

Januar und Dezember machen jeweils rund 10 Prozent des Jahresverbrauchs aus, der Juni nur gut 7 Prozent. Der Rechner ermittelt, welcher Anteil auf Deinen Ablesezeitraum entfällt, und rechnet Deinen Verbrauch damit auf das ganze Jahr hoch.

Rechenbeispiel

Deine letzte Abrechnung endete am 1. Januar mit einem Zählerstand von 10.000 kWh. Am 1. Oktober liest Du 12.400 kWh ab. Dein Tarif kostet 37 Cent pro kWh plus 12 € Grundpreis im Monat, und Du zahlst 105 € Abschlag.

Verbrauch vom 1. Januar bis 1. Oktober2.400 kWh
Anteil dieses Zeitraums laut Lastprofil72,9 %
Hochgerechneter Jahresverbrauch3.294 kWh
Einfache Hochrechnung nach Tagen3.209 kWh
Jahreskosten (3.294 kWh × 37 ct + 12 × 12 €)1.362,90 €
Gezahlte Abschläge (12 × 105 €)1.260,00 €
Voraussichtliche Nachzahlung102,90 €

Die einfache Hochrechnung hätte rund 85 kWh weniger ergeben und die Nachzahlung um gut 30 € zu niedrig eingeschätzt. Mit einem Abschlag von 114 € pro Monat würde es aufgehen.

Nachzahlung in Sicht: Das kannst Du tun

1

Abschlag jetzt erhöhen

Die meisten Anbieter lassen Dich den Abschlag im Kundenportal selbst anpassen. Eine Erhöhung um ein paar Euro verteilt die Nachzahlung auf die restlichen Monate, statt Dich am Jahresende mit einem großen Betrag zu treffen.

2

Zählerstand melden

Teile Deinem Anbieter den aktuellen Zählerstand mit, am besten mit Foto. Dann rechnet er mit echten Werten statt mit einer Schätzung. Wie das geht, steht im Lexikon unter Zählerstand ablesen.

3

Verbrauch senken

Oft stecken einzelne Geräte hinter dem Mehrverbrauch. Unser Ratgeber Strom sparen im Haushalt zeigt die wirksamsten Hebel, und mit dem Geräte-Stromkostenrechner findest Du heraus, was einzelne Geräte kosten.

4

Tarif prüfen

Ist Dein Arbeitspreis hoch oder bist Du noch in der Grundversorgung, kann ein Wechsel die Kosten für den Rest des Jahres senken. Bei einer Preiserhöhung hast Du ein Sonderkündigungsrecht.

Zahlst Du zu viel pro Kilowattstunde?

Vergleiche Deinen Tarif mit den Angeboten für Deine Adresse. Den hochgerechneten Jahresverbrauch aus dem Rechner kannst Du direkt übernehmen.

Zum Vergleichsrechner

* Bei einem Abschluss über unseren Rechner erhalten wir eine Provision. Für Dich entstehen keine Mehrkosten. So arbeiten wir

Wann die Prognose ungenau sein kann

Das Lastprofil beschreibt einen durchschnittlichen Haushalt. Bei Dir kann es Abweichungen geben:

Heizen mit Strom: Hast Du eine Wärmepumpe, Nachtspeicherheizung oder heizt mit Strom, ist Dein Verbrauch im Winter noch viel höher. Dann unterschätzt der Rechner eine Herbst-Ablesung. Für diese Fälle gelten eigene Lastprofile.
Veränderungen im Haushalt: Ein neues E-Auto, ein Umzug, mehr Homeoffice oder ein zusätzliches Familienmitglied verändern den Verbrauch. Die Prognose kann nur fortschreiben, was bisher passiert ist.
Preisänderungen: Der Rechner geht von einem gleichbleibenden Preis aus. Hat Dein Anbieter die Preise während des Jahres geändert oder ist ein Bonus weggefallen, weicht die Abrechnung ab.

Je länger Dein Ablesezeitraum ist, desto genauer wird das Ergebnis. Ab etwa drei Monaten ist die Prognose meist schon gut brauchbar.

Häufige Fragen zum Nachzahlungsrechner

Woher bekomme ich den alten Zählerstand?
Er steht auf Deiner letzten Jahresabrechnung als Endstand des Abrechnungszeitraums, zusammen mit dem Datum. Genau diese beiden Werte gibst Du im Rechner als Startpunkt ein.
Wie genau ist die Berechnung?
Sie ist deutlich genauer als eine einfache Hochrechnung nach Tagen, weil sie den typischen Jahresverlauf eines Haushalts berücksichtigt. Eine Garantie für den Betrag auf Deiner Rechnung ist sie nicht, denn Dein persönlicher Verbrauch kann vom Durchschnitt abweichen.
Was ist ein Standardlastprofil?
Ein Standardlastprofil beschreibt, wie sich der Stromverbrauch einer Kundengruppe über das Jahr, die Woche und den Tag verteilt. Netzbetreiber nutzen es für Haushalte ohne Smart Meter. Seit 2025 gibt es mit dem Profil H25 eine aktualisierte Fassung für Haushalte, die wir für den Rechner verwenden.
Kann ich meinen Abschlag selbst ändern?
Viele Anbieter lassen Dich den Abschlag direkt im Kundenportal anpassen, sonst genügt eine kurze Nachricht. Erhöhen geht in der Regel problemlos. Für eine Senkung solltest Du glaubhaft machen, dass Dein Verbrauch gesunken ist, zum Beispiel mit einem aktuellen Zählerstand. Mehr dazu im Lexikon-Eintrag Abschlag.
Was tun, wenn die Nachzahlung sehr hoch ist?
Prüfe zuerst die Zählerstände auf der Rechnung, besonders wenn sie geschätzt sind. Stimmen sie, kannst Du Deinen Anbieter um eine Ratenzahlung bitten. Welche Posten auf der Rechnung stehen, erklärt unser Ratgeber Stromrechnung verstehen.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig in Deinem Browser. Deine Zählerstände und Preise werden weder übertragen noch gespeichert.

Grundlage: BDEW-Standardlastprofil H25 (Haushalte), Monatsanteile aus dem dynamisierten Profil für 2025. Rechenbeispiel: eigene Berechnung, Stand Oktober 2026.

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